Donnerstag, 20. August 2015

Ziegelei

Ein fremder Ort, ein neuer Tag,
was mich hier wohl erwarten mag ?

Viele Menschen, gute Laune,
denke ich mir nur und staune,

als ich auf das Ziegelei-
Gelände fahre und fast schrei,

vor Freude über diese Tage,
die ich hier zu verbringen wage.


Nach Aufbau und Begrüßungszeit,
der Tag weicht schon der Nacht,
fühl ich mich endlich nun bereit,
das Licht wird ausgemacht.

Die Menschen hier erfüllen mich 
mit einer Energie,
so gut wie niemand streitet sich,
so gut gings mir noch nie.


Der nächste Tag beginnt schon bald,
nachts ist es draußen etwas kalt.

Doch dann die Sonne kommt heraus,
ein jeder hier schwitzt alles aus.

Viele Leute sind nun da,
viel mehr als ich am Anfang sah.

Der Höhlenclub wird aufgebaut,
als es abendlich ausschaut.


Die Nacht beginnt, der Aufbau läuft,
man redet über alles,
dank Arbeit man sich nicht besäuft,
erfreut man sich des Schalles.

Manche Menschen die man trifft,
erfahren schnell sehr vieles,
ein mancher ist nun auch bekifft,
als Mittel dieses Stiles.


Der Morgen naht, die Nacht ist um,
ich bin noch fit, ach sei es drum.

Dank guter Organisation,
entwickelt sich die Höhle schon.

Auch wenn ein mancher es nicht glaubt,
bis zur Erschöpfung wird geschraubt.

Geplant wird sogar Tag und Nacht,
das hat sich jemand ausgedacht.


Ein erstes Mal wird nun erwähnt,
wie mancher Mensch sich fühlt,
auch wenn man oftmals müde gähnt,
es innerlich sehr kühlt.

Die Nacht vergeht, der Tag erscheint,
doch will mein Körper nicht,
der Körper vor Vertrocknung weint,
kein Schweiss ist im Gesicht.


Die Hilfe kommt und holt mich ab,
dort auf der Liege lieg ich schlapp.

Zwei Infusionen später dann.
ich diesen Tag beginnen kann.

Im Höhlenclub ist nun Betrieb,
und mancher ist besonders lieb.

Mit Nebel wird der Club komplett,
um 2 Uhr nachts ca gehts ins Bett.


Ich nehme wahr wie andere,
in meiner Nähe flauschen,
ich fühle mich so fehl am Platz,
fang an mich zu berauschen.

Ein Schmerz von innen in der Brust,
sagt dass ichs nicht verdiene,
ich zwicke mich vor lauter Frust,
verzieh doch keine Miene.


Die Nacht vergeht,
der Tag kommt spät.

Was nachts passiert
wird repetiert.

Man kuschelt hier, dann flauscht man dort,
ich wünschte ich wär endlich fort.

Mein Leben fühlt sich scheisse an,
die Kratzer plötzlich kommen dann.


Wieder ist es ähnlich nun,
wie in der vorgen Nacht,
doch hab ich weniger zu tun,
bin innerlich entfacht.

Die gleiche Prozedur passiert,
ich fühle mich sehr leer,
etwas rotes auf der Haut,
mein Kopf, er will nicht mehr.


Ich schlafe ein,
will nicht mehr sein.

Ich fühl mich mies,
und richtig fies.

Schuldgefühle kommen,
hab ich was unternommen ?

Munter mich heut anders auf,
ich hol mich mit Substanzen rauf.


Immer schlimmer fühl ich mich,
doch finde ichs auch toll,
in Gedanken sterbe ich,
mit Kratzern bin ich voll.

Die Umgebung find ich gut,
nur ich bin fehl am Platz,
leider fehlt mir doch der Mut,
sonst läße ich den Satz.


Weiter geht es wieder mal,
der Tag ist heiss, ich fühl mich schal.

Der Abbau geht nun los,
in meinem Hals - ein Kloß.

Viele Menschen flauschen,
ich würde gerne tauschen.

Die Platine streift die Haut,
wird zwar rot doch niemals laut.


Auch wenn ich wen zum reden hab,
fühl ich mich noch allein.
wie gerne wär ich liebenswert,
doch kann ichs wohl nicht sein.

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